Am 19. April 2007 nahmen Gareth Evans (ehemaliger Außenminister von Australien), Lena Hjelm-Wallén (ehemalige Außenministerin von Schweden) und Senator Emeritus Douglas Roche (Kanada) zusammen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments aus dem gesamten politischen Spektrum an einer Konferenz im Europäischen Parlament teil. Die Tagungsteilnehmer riefen dazu auf, die nuklearen Gefahren umfassend anzugehen und sowohl die Nichtverbreitung wie die nukleare Abrüstung zu fördern.
Senator Roche erinnerte dabei an die erfolgreiche Kampagne zur Beendigung des Sklavenhandels vor 200 Jahren und stellte fest, dass diejenigen, die für die Abschaffung der Sklaverei eintraten, keine halbherzigen Maßnahmen akzeptierten, wie etwa die Bedingungen für Sklaven zu verbessern, sondern die vollständige Abschaffung dieser inhumanen Institution forderten. Senator Roche argumentierte vor diesem Hintergrund, dass wir kein Stückwerk zulassen dürfen, das Atomwaffen etwas akzeptabler machen soll. Diese unmoralischen, inhumanen, illegalen und selbstmörderischen Massenvernichtungswaffen müssen komplett abgeschafft werden.
Auf der Konferenz wurden etliche Maßnahmen vorgeschlagen, die ParlamentarierInnen ergreifen können, darunter Resolutionen, Erklärungen, Meinungsartikel und andere Initiativen, um die Abschaffung von Atomwaffen durch eine Nuklearwaffenkonvention und Schritte in diese Richtung zu propagieren. Zu den Schritten gehört auch der Abzug taktischer Atomwaffen aus Europa und die Errichtung einer europäischen und/oder nordischen/arktischen atomwaffenfreien Zone.
Auf der Konferenz wurde darüber hinaus eine Sektion des Parlamentarischen Netzwerks für nukleare Abrüstung im Europäischen Parlament gegründet.
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