Parlamentarisches Netzwerk für Nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung
Ein überparteiliches Forum für Abgeordnete im In- und Ausland zur Zusammenarbeit, zum Informationsaustausch, zur Entwicklung gemeinsamer Strategien und zur Beteiligung an Diskussionen und Initiativen für die nukleare Abrüstung.
Das PNND hat über 800 Mitglieder in 80 Ländern. Die meisten Mitglieder hat PNND in Australien (51), Kanada (51), Deutschland (62), Italien (78), Japan (59), Neuseeland (36), Vereinigte Königreich (22). Das PNND hat überparteiliche Sektionen in Belgien, Kanada, dem Europäischen Parlament, Japan, Neuseeland und Südkorea.
Für einen atomwaffenfreien Nahen Osten

Das Parlamentarische Netzwerk für Nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung hat eine gemeinsame Erklärung für einen Nahen Osten frei von Atomwaffen und allen anderen Massenvernichtungswaffen verfasst. Parlamentarier weltweit sind dazu aufgerufen das Dokument zu unterzeichnen und sich so für einen atomwaffenfreien Nahen Osten einzusetzen.
Was bietet das Netzwerk?

PNND ist ein Projekt der Middle Powers Initiative und des Global Security Institute. PNND erkennt und bekräftigt bestehende parlamentarische Aktivitäten und Initiativen und hat das Ziel, mit denen zusammen zu arbeiten und zu ergänzen. Das Netzwerk bietet:
- Informationen für Abgeordnete zu Fragen der nuklearen Abrüstung und zu internationalen Treffen einschließlich der Abrüstungskonferenzen der Vereinten Nationen.
- Beispiele für parlamentarische Beschlüsse, Anträge, Anfragen und Gesetze aus aller Welt.
- Kontakte zu Abgeordneten in anderen Ländern, mit denen Ideen, Informationen und Strategien ausgetauscht werden können.
- Ein Forum für die Ausarbeitung einer gemeinsamen Strategie für Abgeordnete bei internationalen Initiativen, zum Beispiel zur Umsetzung der Abrüstungsverpflichtungen aus dem Nichtverbreitungsvertrag, zum NATO Review, oder zu Resolutionen der Vereinten Nationen.
- Kontakte zu Experten von Nichtregierungsorganisationen.
Warum Abgeordnete?

Die Aufgabe von Parlamenten besteht in der Bewilligung von Finanzmitteln, Politiker müssen sich vor ihnen verantworten, sie sind Orte politischer Debatten, sie setzen Untersuchungsausschüsse ein, sie ratifizieren Verträge, sie repräsentieren die Öffentlichkeit und sie arbeiten direkt oder indirekt, länderübergreifend mit anderen Parlamenten zusammen. Das geschieht beispielsweise durch Organisationen wie die interparlamentarische Union oder das Parlamentarische Netzwerk für nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung. Parlamente geben der Abrüstung nicht nur eine Vision, sondern sind zugleich das Rückrad, Muskeln und Zähne dieser Vision.
Sergio Duarte, UN-Abrüstungsbeauftragter bei der PNND-Versammlung in Pugwash, Juli 2008





Roderich Kiesewetter
Christoph Schnurr
Michael Groschek